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Gesichtscreme ohne Parfüm

 Daily Beauty Team      23.07.2018      Gesichtscremes

gesichtscreme ohne parfum

Parfüm als Inhaltsstoff in einer Creme ist ein Überbegriff für unzählige Riechstoffkomponenten. Damit können synthetische oder natürliche (pflanzliche und tierische) gemeint sein. Parfüm in Cremes wird oft mit möglichen allergischen Hautreizungen assoziiert.

Dass ein Parfümstoff, vereinfacht zusammengefasst als Duftstoff, nur einer von vielen Zusatzstoffen in einem Produkt ist und welche die gängigsten sind, erläutern wir in diesem Beitrag. Wir zeigen Dir, was eine parfümfreie Creme ausmacht und wie Deine Haut davon profitieren kann. Außerdem erhältst Du Tipps, welche Stoffe und Produkte bei zu Allergien neigender Haut besser gemieden werden sollten.

Die Vorteile von einer Hautcreme ohne Parfüm

parfümfreie creme vorteile

Duftstoffe können eine angenehme Wirkung auslösen. Den Wohlgeruch einer zart parfümierten Gesichtscreme kennen wir vielleicht aus der Kindheit, als wir am Cremetigel der Mutter gerochen haben. Immer häufiger werden Parfümstoffe in Cremes negativ konnotiert und mehr und mehr als Inhaltsstoff verbannt. Viele wünschen sich eine parfümfreie Hautpflege, um Hautreizungen zu vermeiden. Parfümfreie Gesichtscremes zählen zu den hypoallergenen Kosmetika. Hypoallergen bedeutet, dass - bevor ein Hautpflegeprodukt auf den Markt kommt - ein Hautverträglichkeitstest an gesunden Probanden vorgenommen wird und Inhaltsstoffe im Produkt, die Allergien auslösen können, stark reduziert sind. 1 - 2 % der Menschen in Deutschland sind von einer Duftstoffallergie betroffen. Parfümstoffe sind allerdings nur eine Komponente aus einer Vielzahl an Zusatzstoffen, die allergische Reaktionen auslösen können. Eine Hautpflege ohne Parfüm bringt daher nur einen Nutzen, wenn eine Duftstoffallergie auch tatsächlich vorliegt.

Parfümfrei bedeutet nicht ohne Zusatzstoffe

Was sind also weitere Zusatzstoffe? Zusatzstoffe sind Stoffe, die keine relevante Wirkung für den Konsumenten haben, sondern eine bestimmte Funktion für das Produkt erfüllen sollen. Zum Beispiel Konservierungsstoffe für die Haltbarkeit, Silikone für die Streichfähigkeit, Stabilisatoren für die Konsistenz, Farbstoffe für die optische Attraktivität eines Produkts, Mineralöle als billiger Rohstoff-Ersatz. Da viele dieser Zusatzstoffe synthetisch hergestellt sind, sind sie in Verruf geraten. Es gibt jedoch auch eine Reihe natürlicher Zusatzstoffe (Xanten Gum, Ascorbyl Palmitate), die in der Naturkosmetik zum Einsatz kommen. Die bedenklichsten Zusatzstoffe stellen wir Dir hier vor.
gesichtscreme ohne parabene

Was sind Parabene?

Parabene sind chemische Konservierungsstoffe, die Hautpflegeprodukten gerne beigemengt werden, weil sie billig in der Herstellung sind. Sie sind ihrer Struktur nach Östrogen ähnlich und in Kritik geraten, weil sie - so bestätigen klinische Studien - den Hormonhaushalt beeinflussen und sich im Körper anreichern können. Da die menschliche Haut wie eine Membran aufgetragene Stoffe aufnimmt, werden Parabene unter bestimmten Bedingungen in den Stoffwechsel eingeschleust. Zu den getesteten Parabenen zählen: Propylparaben, Butylparaben, Methylparaben, Ethylparaben.

gesichtscreme ohne silikone

Was sind Silikone?

Silikone sind Kunststoffe, die aus Erdöl gewonnen werden. In Hautpflegeprodukten ersetzen Silikone hochwertige Öle, weil sie ähnliche Wirkung haben, in der Herstellung aber billiger sind. Sie machen die Haut geschmeidig, verhindern aber, dass von der Haut wertvolle Stoffe aufgenommen werden, weil sie einen undurchlässigen Film auf der Haut bilden und sich anlagern können. Silikone sind zudem biologisch kaum abbaubar. Man erkennt sie an ihrer Endung (-cone, -xane). Häufig verwendete Silikongruppen sind: Dimethicone, Methicone, Polysiloxane, Cyclomethicone.

creme ohne mineralöl

Was sind Mineralöle?

Mineralöle werden aus Erdöl gewonnen und funktionieren als Ersatz für höherpreisige, natürliche Öle, als Weichmacher und Antistatikum. Mineralöle auf der Haut können okklusiv wirken, das heißt, sie können die Poren abdichten und lassen die Haut nicht atmen. Mineralöle stehen im Verdacht, die Vermehrung von Bakterien und Keimen zu begünstigen und die Entstehung von Akne und Hautunreinheiten zu fördern. Die häufigsten Mineralöle verbergen sich unter Bezeichnungen wie Petrolatum, Paraffinum Liquidum, Paraffinum Subliquidum, Cera Microcristallina, Microcrystalline Wax, Ozokerit, Ceresin, Vaseline.

Parfümfreie Gesichtscremes oft hautfreundlicher

Viele namhafte Hersteller haben es sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur Parfüm, sondern generell hautunfreundliche Stoffe aus den Produkten zu verbannen. Es gibt die oben genannten Zusatzstoffe, deren negative Wirkung auf Haut und Organismus entweder klinisch nachgewiesen wurde oder die als potenziell schädlich eingestuft werden. Davon sind Duftstoffe nur eine Komponente. Hersteller, die auf Duftstoffe in Kosmetikprodukten verzichten, reduzieren weitere Zusatzstoffe, die ein Allergierisiko beinhalten. Aus diesem Grund gelten parfümfreie Gesichtscremes in der verbreiteten Annahme als hautfreundlicher.
parfumfreie gesichtscreme

Was ist ein Parfüm?

Parfüm ist ein Überbegriff für eine Zusammensetzung aus Parfümölkompositionen. Darunter verbergen sich zwischen 30 - 50 Riechstoffkomponenten. Die können natürlichen (ätherische Öle) oder synthetischen Ursprungs sein. Nicht alle sind allergieauslösend oder haben eine aufdringliche Geruchsnote. Typische Symptome bei einer allergischen Reizung durch Duftstoffe sind Juckreiz, Rötungen, Schwellungen an der Kontaktstelle, wo sie mit der Haut in Berührung kommen. Langfristig können daraus Ekzeme, Schuppenflechte und eine chronische Hautentzündung entstehen.

Ab wann und wie müssen Duftstoffe deklariert werden?

Duftstoffe müssen gemäß der Kosmetik-Richtlinie seit 2005 bei den Inhaltsstoff-Angaben genau deklariert werden. Dabei gelten bestimmte Schwellenwerte für Produktgruppen. Von den sogenannten allergologischen Duftstoffen sind 26 deklarationspflichtig. Man unterscheidet Leave-on-Produkte, die auf der Haut verbleiben (Cremes, Seren, Ampullen) und Rinse-Off-Produkte, die abgewaschen werden (Reinigungsgels, Waschemulsionen, Masken). Für Leave-on-Produkte gilt ein Schwellenwert von 0,001 % für Parfüminhaltsstoffen, bei Rinse-off-Produkten liegt er bei 0,01 %. Befindet sich der Gehalt an Parfüminhaltsstoffen in einem Produkt unter diesen Schwellenwerten, darf eine Kennzeichnung nur mit "Parfüm" als Inhaltsstoff erfolgen. Ebenso bei einer Mischung aus mehreren dieser Duftstoffe. Beispiele für potenziell allergene Duftstoffe in Kosmetika sind: Cinnamal (Zimtaldehyd), Citral, Citronellol, Eugenol, Limonene, Linalool, Geraniol.

Hautfreundliche Kosmetik im Internet finden

kosmetik ohne duftstoffe online

Hautfreundliche Kosmetik besteht nicht automatisch aus natürlichen Inhaltsstoffen. Umgekehrt kann Naturkosmetik, muss aber nicht, hautfreundlich sein. Allergieauslösende Inhaltsstoffe können in jeder Art von Hautpflegeprodukten vorhanden sein, in industrieller Kosmetik wie in Naturkosmetik. Man kann die Inhaltsstoffe entweder direkt am Produkt ablesen, etwa durch die Kennzeichnung von Parfüm oder die einzelnen Parfümbestandteile, sofern sie bekannt sind. Einsicht in die dafür notwendige internationale Nomenklatur der kosmetischen Bestandteile hat die Kommunikationsplattform für VerbraucherInnengesundheit (https://www.verbrauchergesundheit.gv.at/lebensmittel/kosmetische_mittel/inci.html) herausgegeben. Eine Datenbank mit Eigenschaften, Funktion und Wirkung aller Inhaltsstoffe findest Du auf https://www.haut.de/inhaltsstoffe-inci/. Eine gute Möglichkeit, hautfreundliche Produkte direkt ausfindig zu machen, bietet das Portal Kosmetikanalyse (http://www.cosmeticanalysis.com/de/). Es ist von der Stiftung zur Förderung der Hautgesundheit initiiert und für einen geringen halbjährlichen Beitrag erhältst Du eine Bewertung von über 30000 Kosmetikprodukten. Hautfreundliche Produkte sind entsprechend gekennzeichnet. Kosmetikanalyse bietet eine vollständige Auflistung aller Inhaltsstoffe in den untersuchten Produkten.

Naturkosmetik: Nachteile von Cremes ohne Konservierungsstoffe

Für das Verständnis hautunfreundlicher Stoffe ist es wichtig zu wissen, dass Allergene prinzipiell genauso in natürlichen, pflanzlichen Stoffen vorkommen, also auch in Naturkosmetik-Produkten. Cremes werden immer, egal ob Naturkosmetik oder in chemischer Herstellung, in Labors unter sterilen Bedingungen abgefüllt. Gesichtscremes ohne Konservierungsstoffe sind nicht per se vorzuziehen. Sie bergen die Gefahr, dass nach Anbruch Keime und Bakterien ins Produkt gelangen und sich dort vermehren. Die Haltbarkeit solcher Cremes sind zeitlich stark eingeschränkt. Eine Creme mit natürlichen Inhaltsstoffen muss keine chemischen Konservierungsstoffe beinhalten, Vitamin E (Tocopherol) ist ein solcher natürlicher Konservierer. Der BDIH (Bundesverband deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel) vergibt ein Prüfzeichen für kontrollierte Naturkosmetik für Inhaltsstoffe, die aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Derzeit sind über 5000 Produkte damit gekennzeichnet. Auf https://www.kontrollierte-naturkosmetik.de/hersteller_naturkosmetik.htm findest Du eine übersichtliche Auswahl an Marken.

Fazit

Wer an einer Überempfindlichkeit oder Allergie gegenüber bestimmten Parfümstoffen leidet, ist mit einer Gesichtscreme ohne Parfüm gut beraten. Parfümfreie Hautpflegeprodukte bedeuten nicht automatisch, dass sie hautfreundlich sind, denn eine Reihe anderer Zusatzstoffe, die natürlich oder synthetisch sein können, kommen als Bestandteil in den Cremetigel. Viele der natürlichen Stoffe in Naturkosmetik-Produkten können gleichermaßen Allergene beinhalten. Es ist wichtig, den konkreten Inhaltsstoff zu kennen, um ihn zu meiden oder ein generell hautfreundliches Produkt zu beziehen. Über die Einstufung der Inhaltsstoffe, Funktion, Wirkung und Produkte geben verschiedene Plattformen im Internet Auskunft. http://www.cosmeticanalysis.com/de/ bietet für einen Mitgliedsbeitrag Einsicht in die umfangreichste Testung von über 30000 Produkten.
Bilder Quellen
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